Daniel Dendra stellt das Open Source Design Network OpenSimSim vor

15.09.2010

OpenSimSim ist eins von fünfzig offiziell ausgewählten Projekten, die von Pritzker-Preisträger Kazuyo Sejima für die 12. Architekturbiennale in Venedig kuratiert wurden.

OpenSimsim ist ein neues Open Source Design-Netzwerk, das Architektur mit Hilfe der Web 2.0 Community entwickeln will. Die Web 2.0-Community kann aktiv am Gestaltungsprozess teilnehmen - hierzu dient ein Web Interface mit Kommentar- und Sharing-Funktion.

Open Source verändert viele Aspekte unseres täglichen Lebens. Wir verwenden Open Source Tools wie Wikipedia zur Recherche und Wissensvermittlung. Wir arbeiten mit Software wie OpenOffice, um Briefe zu schreiben und Präsentationen zu erstellen. Wir sind auf dem Web von einer durch große Firmen dominierten Konsumentenwelt hin zu einem durch Kollaboration bestimmten System, in dem Menschen gerne ihr Wissen und ihre Zeit in den Dienst der Gemeinschaft stellen.

Können Architektur und Urbanismus ebenfalls von diesen Konzepten profitieren? 98% der Weltbevölkerung leben in Gebäuden, die nicht von Architekten geplant wurden. Open Source wird sowohl an inhaltlichem als auch an wirtschaftlichem Einfluss für die Architektengemeinde gewinnen.

OpenSimSim ist eine Community Driven Plattform, die den architektonischen Planunsprozess anreichert und verbessert. Open Source Architektur beschäftigt sich mit weiträumigen, innovativen und nachhaltigen Gebäude-Konzepten. Durch User Generated Content und Scripting Tools entsteht so wertvolles Wissen.

Der Gestaltungsprozess und die Realisation von Architektur werden auf zeitgenössiche Art definiert: eine interessierte Community, wie zum Beispiel Architekten, Ingenieure, Kimaspezialisten, Hausbesitzer, Gestalter und Hersteller geben ihr Feedback und Input in den Planungsprozess.

Erreichbar und zugänglich für jeden, der sich für die Welt der Gestaltung und die Gestaltung der Welt interessiert.

Unter dem Titel CREATE INPUT startete CREATE BERLIN eine Reihe von Vorträgen mit spannenden Themen zu Design, Kunst, Musik, Film, Architektur und Medien. CREATE INPUT entsteht in Zusammenarbeit mit Robert Eysoldt.